7be70208 6a17 4c53 88c0 e45f72aaae62   7110fcae 7ef8 4ce0 8cf6 f31c9214c650 Karl Heinz Feenweg

Dudenhofen – Holla die Waldfee! So etwas gibt es in Rodgau bisher nicht. Kleine Feen auf ihren Häuschen, ein Drache, der aus dem Fenster schaut, oder ein kleiner Wichtel, der über Witze lacht: diese knuddeligen Fabelwesen sind einen Besuch wert. Die Freien Wählern Rodgau (FWR) errichteten nach Absprache mit dem städtischen Fachbereich Grünflächen und Forst an der Waldfreizeitanlage rings um die Gänsbrüh den Rodgauer Feenweg. Er besteht aus zehn Stationen mit zehn Feenhäuschen, ist etwa 750 Meter lang und wird ergänzt von kurzen Geschichten und Reimen, die Besucher mit dem Handy per QR-Code auf der Internetseite der Freien Wähler lesen und hören können.

Gefeiert wird die fantasievolle Errungenschaft am 26. Mai ab 14 Uhr. Die ersten 90 Kinder, die daran teilnehmen, bekommen Überraschungen. Für Erwachsene stehen Gläser zum Anstoßen bereit.

Vorbild für den Feenweg ist der Wichtelwald in der Gemeinde Schaafheim bei Babenhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Den besuchte Kerstin Kleinschmidt zusammen mit ihren Kindern. Und die waren derart begeistert von den sagenhaften Erlebnissen im Wichtelwald, dass die Fraktionsassistentin der Freien Wähler die Initiative ergriff und sich Mitstreiter für ein Rodgauer Pendant suchte.

Die fand sie im FWR-Chef Karl-Heinz Dauth und in Fachbereichsleiter Steffen Freckmann. Der suchte zusammen mit den Kommunalpolitikern den geeigneten Standort. Da bot sich die Gänsbrüh an, weil die Stadt auf diesem Freizeitgelände ohnehin regelmäßig die Bäume kontrolliert, um Unfallgefahren zu entschärfen und ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Karl-Heinz Dauth wiederum beschaffte zehn Vogelhäuschen, die mit nettem Zubehör zu niedlichen Feenbehausungen umgebaut wurden. Zum Beispiel mit Fensterläden und Türen – so ein bisschen wie bei den Häusern der Hobbits im Herr der Ringe. „Zuhause bei mir haben wir die Accessoires dann alle fest angeschraubt. Und die Vogelhäuschen haben wir lackiert, damit sie länger halten“, erzählt der FWR-Fraktionsvorsitzende. Die Quartiere werden kurz vor der Einweihung des Feenwegs am 26. Mai an zuvor ausgewählten Bäumen in größerer Höhe baumschonend mit Bändern befestigt, die wie ein Kabelbinder funktionieren und sich stufenlos zuziehen lassen. Vom Fenweg erhoffen sich die FWR, dass Kinder Freude am Besuch im Wald und in der Natur haben und sich dabei viele schöne Geschichten ausdenken.

 

Quellenangabe: Offenbach-Post vom 17.05.2024, Seite 32